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Am 26. Juli haben Anti-Atom-Aktive in Bonn "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie Bundesaußenminister Guido Westerwelle deutlich, dass die Menschen in seinem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!
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Petrus weinte bitterlich angesichts des drohenden Energiekonzepts der Bundesregierung samt Laufzeitverlängerung und anderer Umweltsünden. Doch trotz der sintflutartigen Rahmenbedingungen fanden sich Montag Mittag mehr als 70 BonnerInnen vor dem Wahlkreisbüro von Guido Westerwelle in Bonn-Poppelsdorf ein. Ausgerüstet mit Instrumenten aller Art, Anti-Atom-Fahnen und Plakaten besetzten sie den Eingang zur Bonner FDP-Zentrale in der Clemens-August-Str. 77 (ein Besuch lohnt sich - der Briefkasten befindet sich um die Ecke). Die Stimmung war erstaunlich gut, es wurde eifrig gebastelt oder diskutiert und gelbe Fahnen geschwenkt. Doch trotz des lautstarken Protestes öffnete die FDP ihre Pforte nicht. Als dann die Petition überreicht werden sollte, stellte sich jedoch noch ein FDPler den standfesten Protestierenden. Nach hitzigen Wortgefechten und guten Argumenten wurde allerdings nicht nur die schlechte Argumentationslinie der Atompartei FDP entlarvt, sondern auch der FDP-Vertreter selbst, der leider nur ein (überzeugend spielender) Atomkraftgegner auf Abwegen war.
Fazit: Die Organisation des Atomalarms lief wie am Schnürchen. Über 70 Umweltfreunde, Solarfans und Atomkraftverweigerer haben heute ein lautstarkes Zeichen gesetzt. Ein großartiger Auftakt für ein heisses Anti-Atom-Sommermärchen.
Text & Fotos von www.antiatombonn.de