Nimm mit 606.701 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.

Und gleich weiter geht es mit einer dritten Wahlkreisaktion:

Am 2. September treffen sich Ministerpräsident Stefan Mappus, der Bundestagsabgeordnete Volker Kauder und der Landtagsabgeordnete Guido Wolf. Wir wollen dieses Treffen als Anlass nehmen, ein drittes Mal im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen zu zeigen, dass die Menschen aus dieser Region möglichst rasch aus der Atomkraft aussteigen wollen!

Vor dem Gewerbemuseum (Treffpunkt der Mandatsträger) schlagen wir erneut unüberhörbar Alarm – mit Trommeln, Töpfen, Rasseln und Pfeifen. Der Heiße Sommer geht weiter!

Ort: Vor dem Gewerbemuseum Spaichingen, Bahnhofstr. 5

Zeit: Donnerstag, 2. September 2010, 17.00 - 19.00 Uhr (bitte pünktlich kommen)

Montag, 26. Juli 2010

Atom-Alarm in Rottweil

Am 26. Juli haben Anti-Atom-Aktive in Rottweil "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie dem CDU-Abgeordneten Volker Kauder deutlich, dass die Menschen in seinem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!

Aktionsbericht und Bilder von den Organisator/innen

Bericht über Atom-Alarm in Rottweil

Atom-Alarm in Rottweil

Diesen Montag 13.00 Uhr, Mittagspause in der Kleinstadt. Gäste und Touristen schlendern durch die Gassen, es wird Eis geschleckt und Fotos geschossen. Doch unter die harmlosen Passanten mischen sich auch solche mit Trillerpfeife und Kochtopf. Und wenig später ist die Szenerie verändert: Statt schläfriger Mittagspause erfüllt ein Konzert aus Vuvuzelas, Trommeln, Pfeifen und Kochtöpfen die Luft. Vor dem Abgeordnetenbüro von Volker Kauder versammeln sich erst etwa 30 Bürgerinnen und Bürger dann immer mehr, bis zu 80 Protestierende können am Ende gezählt werden. Manche haben noch alte Anti-Atom-Plakate mitgebracht. „Das war in Whyl auch schon dabei“, andere sehen aus, als wäre es, dass erste Mal, dass sie gegen Atomkraft auf die Straße gehen.

Minutenlang wird Krach gemacht vor dem Büro in einer Seitenstraße der Hauptstraße und damit gegen die Verlängerung der Laufzeiten protestiert.. Anschließend klingeln die Demonstranten bei der CDU-Geschäftsstelle und bitten einen der Mitarbeiter zum Gespräch. Der muss sich nun einiges anhören: Dass die Laufzeitverlängerung ein Skandal sei, die Bürgerinnen seit Jahren angelogen werden, sein Chef ein Betonkopf sei… Für den haben zahlreiche Gruppen noch etwas mitgebracht. Er bekommt ein kleines Atomfässchen für Nachbars Garten, eine Infobroschüre, die bestimmte Einladung sich den Film „Die Wolke“ anzuschauen und schließlich noch eine Unterschriftenliste, die schon mehr als 150.000 Bürger unterschrieben haben gegen eine weitere Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Schnell verschwindet der Mitarbeiter wieder in seinem Büro, von wo aus er nochminutenlang ein krachendes Konzert anhören kann. Draußen vor der Tür melden sich immer wieder spontan einzelne Bürger mit Redebeiträgen und werben etwa für den eigenen Atomausstieg und einen Wechsel zu grünem Strom oder informieren über den Abbau von Uran.

Nach einer halben Stunde ist das Spektakel vorbei, einige stehen zusammen und machen sich noch Gedanken, hier und da ist von Flashmobs oder weiteren Aktionen die Rede. Es wird wieder ruhig in der Kleinstadt. Man könnte fast meinen nichts sei passiert, doch dazu ist die Ruhe etwas zu trügerisch.

Atom-Alarm in Rottweil

Atom-Alarm in Rottweil

Text von Simon Tielesch, Fotos von Cora Addicks

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