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Campact-Pressemitteilung

Bad Staffelstein, 03. April 2009

Gen-Mais: Ilse Aigner und Horst Seehofer müssen die Aussaat verhindern!

Aktion fordert von der Bundeslandwirtschaftsministerin ein Anbauverbot noch vor der Aussaat / Bündnis übergibt Studie zu einem Verbot von Gen-Mais

Mit einer großen, im Sekundentakt rückwärts laufenden Digitaluhr forderte das Online-Netzwerk Campact heute vor der CSU-Vorstandssitzung in Bad Staffelstein Bundeslandwirtschafts­ministerin Ilse Aigner und Ministerpräsident Horst Seehofer auf, ein Verbot des Anbaus von Gen-Mais MON810 noch vor der Aussaat Mitte April in der Bundesregierung durchzusetzen. Sie übergaben eine Studie, nach der ein Verbot des Gen-Mais MON810 aufgrund neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse geboten und rechtlich machbar ist. Sie wurde von Campact und dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) in Auftrag gegeben.

Derzeit prüft Ministerin Aigner ein Verbot von Gen-Mais. Anfang März hatte der EU-Ministerrat entschieden, dass die Verbote von Gen-Mais in Österreich und Ungarn nicht gekippt werden. "Nachdem Brüssel einem Verbot keine Steine mehr in den Weg legt, hat Frau Aigner keine Ausrede mehr: Sie muss den Anbau von Gen-Mais bei uns verbieten, bevor die Risiko-Saat ab Mitte April in die Erde gebracht wird", so Stefanie Hundsdorfer von Campact. "Seehofer und Aigner müssen nun das Verbot auch gegen den Widerstand aus dem Bundesforschungsministerium und Kanzleramt durchsetzen."

Mit ihrer Studie zeigen die Organisationen, dass Gen-Mais auf Basis der Ergebnisse neuester Risikostudien verboten werden könne. "Ungarn, Österreich, Frankreich, Polen und Griechenland haben Gen-Mais auf Grund der Risiken für Mensch und Natur untersagt. Unsere Studie zeigt, das Deutschland ebenfalls ein Verbot im Rahmen der EU-Freisetzungsrichtlinie erlassen kann."

Skeptisch sieht Campact hingegen ein Verbot auf Grundlage eines Beobachtungsplans des Herstellers Monsanto, den Aigner derzeit prüft. "Aigner darf ein Verbot von Gen-Mais nicht von den völlig unzuverlässigen Informationen des Herstellers Monsanto abhängig machen", fordert Hundsdorfer.Die Aktion ist

Teil einer bundesweiten Tour. Sie zeigt der Ministerin überall dort, wo sie öffentlich auftritt, wie viel Zeit ihr bis zur Aussaat verbleibt. Die Tour wird von einem breiten Bündnis aus Bio-, Umwelt- und Imkerverbänden mitgetragen.

In den letzten drei Wochen stellten sich im Internet bereits über 49.000 Menschen hinter die Forderung nach einem Anbau-Verbot von Gen-Mais (http://www.campact.de/gentec/home).

Studie als pdf zum Download.

Pressemitteilung als pdf zum Download.


Ihre Ansprechpartnerin:

Stefanie Hundsdorfer, Campact e.V.: 0177 . 930 34 58, hundsdorfer@campact.de