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Campact-Pressemitteilung

Berlin, 28. April 2009

Aktion fordert von Monsanto, seine Klage gegen das Verbot des Genmais MON810 zurückzuziehen

Mit einer Aktion vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig forderte heute das Online-Netzwerk Campact den Gentechnik-Konzern Monsanto auf, seine Klage gegen das Verbot des Genmais MON810 zurückzuziehen. Bei der Aktion versuchten "Monsanto-Vertreter" in weißen Schutzanzügen aus einem großen Sack genmanipuliertes Saatgut zu säen. Bürger hinderten sie daran, indem sie ihnen große Verbotsschilder entgegen hielten.

"Monsanto muss endlich respektieren, dass wir in einer Demokratie leben: Die große Mehrheit der Bürger lehnt seine Gen-Saat ab", so Stefanie Hundsdorfer von Campact. "Landwirtschaftsministerin Aigner hat mit dem Verbot des Genmais die berechtigten Sorgen der Bürger ernst genommen und die Risiken von MON810 auf wissenschaftlicher Grundlage richtig eingeschätzt."

"Der Gentechnik-Konzern möchte verhindern, dass ihm in Europa auch noch die letzten Felle davon schwimmen", kommentiert Hundsdorfer die Klage gegen das Verbot. "Monsanto befürchtet einen Domino-Effekt: Nach dem Verbot in Deutschland ist es nur eine Frage der Zeit, bis weitere europäische Regierungen den Anbau des Gen-Mais untersagen. Der Konzern muss einsehen, dass Gentechnik in der Landwirtschaft in Europa keine Zukunft hat!"

Der Genmais MON810 wurde am 14. April von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in Deutschland verboten. Am vergangenen Dienstag hat der Agro-Konzern Monsanto beim Verwaltungsgericht Braunschweig Klage gegen das Verbot eingereicht. Das Unternehmen möchte dieses per Eilentscheid kippen, damit der Genmais noch in diesem Frühjahr in Deutschland ausgesät werden kann.

In den letzten sechs Tagen stellten sich im Internet bereits über 28.000 Menschen hinter die Forderung der Aktion.

Pressemitteilung als pdf zum Download.


Ihre Ansprechpartnerin:

Stefanie Hundsdorfer, Campact e.V.: 0177 . 930 34 58, hundsdorfer@campact.de